
Am 12. und 13.07.2008 fand auf dem Platz der Ortsgruppe Britische Hütehunde Gotha Süd e.V. das große Beardie-Wochenende statt.
Als ich am Samstagmorgen mit einem Teil meines aus der LG Hamburg importierten Teams in Gotha ankam, zeigten rotweiße Flatterbänder bereits, dass auf diesem Platz nun Wichtiges geschehen würde. Antonietta Pallavicini hatte die Teilnehmer des Wesenstest bereits um sich versammelt und war bereit mit diesem Tagesordnungspunkt zu starten.
Ein Link zu Bildern vom Wesenstest wird an dieser Stelle folgen.
Wie nicht anders erwartet, absolvierten alle Teilnehmer sicher und ohne Zweifel an ihrer Eignung aufkommen zu lassen, die Prüfung. Ich fand es schade, dass meine Hunde hatten zu Hause bleiben müssen und nicht wenigstens einer nun auch die Eintragung zum bestandenen Wesenstest in der Ahnentafel tragen kann.
Am frühen Nachmittag füllte sich der Platz langsam und auch der zweite Teil des Hamburg-Teams traf ein. Gut so, denn nun konnte Erika Heintz einer recht großen Gruppe Interessierter Tipps geben, wie der Hund bei der Ausstellung ins rechte Licht gerückt werden kann.
Ich konnte hierbei leider nicht zuschauen, denn ich habe zu diesem Zeitpunkt Geoff Spurrier vom Bahnhof in Erfurt abgeholt, habe aber gehört, dass der schwarze Pudel, der auch das Ausstellen üben wollte, wohl ein natürliches Schautalent ist.

Erika Heintz hat am nächsten Tag beobachten können, wie einer der Teilnehmer am nächsten Tag im Ring das Neu-Gelernte bereits umsetzen konnte.
Ich kann übrigens all den „Normal“-Ausstellern nur raten, solche Trainingsmöglichkeiten zu nutzen, denn oft macht den „kleinen Unterschied“ die perfekte Präsentation aus. Und bei den Hunden, die so perfekte präsentiert werden, kommt das auch nicht von selbst, sondern wird meist zu Hause intensiv geübt.
Für Spaß und Bewegung sorgte der Agility-Parcour, den Frau Kluge mit ihrer Truppe aufgebaut hatte.

Das Highlight des Frühabends war die gut-bestückte Tombola. Zu gewinnen waren neben vielen netten Kleinigkeiten, Kugelschreibern und Futterproben die tollen Holz-Beardies von Ulrike Thölken, ein Tiffany-Beardie und als Hauptgewinn ein Titelblatt der Beardie-Revue.
Ich hatte mit genau überlegt, wie ich die Tombola nicht sein sollte und wie man vermeiden kann, dass der Verkauf der Lose in dem Moment endet, wo der Hauptgewinn abgeholt wird.
Mangels Tombola-Erfahrung konnte ich nicht wissen, wie groß das Chaos wird, wenn man die Gewinne mit verdeckten Nummern sucht. Bald standen fast alle Teilnehmer um den Präsentationstisch und wir suchten. Und es trat der seltenen Fall ein, wo sich leichtes Chaos nicht in Unmut der beteiligten wandelt, sondern zu einem lustigen gemeinsamen Event wird: Als wirklich kaum noch eine Nummer auf dem doch noch recht vollen Tisch zu finden war, kamen wir überein, die Lose mit den Namen ihrer Besitzer zu versehen und alle in einen Beutel zu stecken. Nun standen alle am Tisch, es wurde ein Gewinn ausgesucht und ein Los dazu gezogen. Sogar die Futterpröbchen wurden auf diese Weise unter Beifall eingeheimst.
So hatten wir an vollkommen unerwarteter Stelle das Beieinanderstehen und gemeinsame Lachen, das ich mir für dieses Wochenende so sehr gewünscht hatte. Besonders gelacht wurde, als sich herausstellte, dass ein Loskäufer ein besonders talentierter Gewinner ist.
Und der Hauptgewinn? Statt einen spitzen Freudenschrei auszustoßen, den man bei jedem Beadie-Besitzer erwartet hätte, war das Sheltie-Mädchen Daniela vom Hundeplatz Gotha Süd erst mal ein wenig enttäuscht, als es den Umschlag öffnete. Und ich war, ehrlich gesagt, auch ratlos. Die gute Lösung kam glücklicherweise von einer weiteren Nicht-Beardie Besitzerin und jetzt hat Danielas Sheltie eine schöne neue Box und was mit dem Titelbild geschieht, kann man demnächst sehen.
Am Sonntagmorgen wurden viele schöne Beardies aus dem In- uns Ausland für die Schau vorbereitet und die Richter und die beiden netten jungen Schreiberinnen machten sich miteinander vertraut.
Das Richten begann mit einer großen Veteraninnen-Klasse. Es war beeindruckend, die schönen alten Damen durch den Ring laufen zu sehen. Danach wurde in beiden Ringen parallel gerichtet, die Zuschauer konnten viele schöne Hunde bewundern.
Richter und Aussteller sind sehr gelassen damit umgegangen, dass manchmal auf einen Aussteller gewartet werden musste, der noch im anderen Ring gerade vor dem Richter stand.
Dies ist im Vorfeld schwer zu steuern, da nicht genau berechnet werden kann, wann wer gerichtet wird.
Bereits am Samstag tauchten immer wieder dicke Wolken auf, die aber von einem kräftigen Wind weggeblasen wurden. Dieser Wind fehlte leider am Sonntag und gegen Mittag setzte ein Regen ein, dessen Ende leider nicht abzusehen war.
Wie vor zwei Jahren wurden die offenen Klassen also bei Regen gerichtet. Leider regnete es stetig weiter, so dass die Highlights der Schau wie Ehrung der ältesten Hündin, des besten Puppies, Paarklassen, Wahl des besten Veteranen, des besten Rüden und der besten Hündin und zum krönenden Abschluss das BOB nicht so ganz die gebührende Feierlichkeit oder das ihnen gebührende Publikum hatten.

BOB Philemon Sixth Sense
Auch das gemeinsame Kuchenbuffet zum Abschluss ging ein wenig im Regen unter. Bei denen, die zum Abschluss noch beisammen saßen, ging es fröhlich zu, aber leider hatten einige die Einladung nicht gehört und andere wollten schnell in ihre trockenen Zuhause zurück.
Nächstes Mal werden wir ein großes Kaffeezelt aufbauen, damit sich dort alle zum gemeinsamen Abschluss treffen können.
Die Richter waren zufrieden mit der Schau und mit den Hunden, die sie begutachten dürften, ganz besonders mit ihren Gewinnern.
Ich möchte mich bei all denen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass es ein gelungenes Wochenende wurde: durch ihre Hilfe, durch gute Laune und durch ein Quentchen Gelassenheit.
Bilder: picasaweb.google.cz/glenalbyn/Gotha
Ergebnisse: http://www.cfbrh-hamburg.de